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Alt 05.04.2016, 20:54
frank frank ist offline
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Beiträge: 47
Standard 21,10 km - Berlin - 03.04.2016

Informationen zum Rennen




Veranstaltung : Berlin Halbmarathon
Land : Deutschland
Stadt : Berlin
Teilgenommene Disziplin : Halbmarathon
Finisher Medaille : JA
Anreise : ICE / Bahn
Bahnhof in der Nähe : Ja ( Berlin HBF )
Zielzeit offiziell : 02:36









Positiv
  • Relativ Flache Strecke
  • Tolle Organisation
  • Optionales Laufshirt
  • SUPER Stimmung
  • Turbo Strecke ( Lauf durchs Barndenburger Tor )
  • Der Bahnhof liegt für Bahnfahrer in unmittelbarer Nähe ( Fußweg ca. < 15 Minuten )
  • Viele verschiedene Disziplinen
  • Medaille

Negativ
  • Startnummernausgabe am Vortag



Berlin, Berlin…wie fahren nach Berlin….

Das Jahr 2016 fing ja lauftechnisch schon mit einigen sehr interessanten Läufen an aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mich auf 2 Läufe ganz besonders gefreut – da war zum einen der Venloop im März ( Und da war die Vorfreude auch mehr wie berechtigt ) und zum anderen war es der halbe Marathon in Berlin.

Was Venloop so ausmachte habe ich ja schon mal „kurz“ zusammen geschrieben aber Berlin war anderes…es war was neues….ich war noch „nie mal nicht“ in Berlin ( Weder mit, noch ohne Mauer ), ich kannte die ganzen historischen Monumente nur aus dem TV ( was für einen deutschen mit 46 Jahren ja schon eher ein Armutszeugnis ist ) und ich bin noch niemals mit so vielen Menschen zusammen in eine Richtung gelaufen…noch nicht einmal in die entgegengesetzte Richtung J

Aber wie immer, starte ich mal ganz ganz ganz vom Anfang.

Letztes Jahr, mitten in meinen Laufplanungen für 2016, bin ich über den Berlin Halbmarathon gestolpert…kurz nach dem ich den Marathon in Wien gebucht hatte. Da Tina und ich weder Wien noch Berlin jemals besucht haben, war die Entscheidungsfindung in diesem Fall sehr einfach – wir buchten „einfach“ mal beide Events.
Wien – eine Stadt mit Geschichte und mit wahrscheinlich mehr Highlights wie der Louvre in Paris und……….. Berlin - eine Stadt die ebenfalls Kultur und Geschichte auf eine einzigartige Art und Weise miteinander kombiniert – Hauptstadt Preußens, Hauptstadt des sog. „Dritten Reichs“, zerbombte Stadt, Adresse der legendären „Kommune 1“ geteilte Stadt, vereinte Stadt, Hauptstadt Deutschlands, usw. Usw. Usw. – und jetzt mein Start für eine 21,1 km lange Geschichtstour…die Vorzeichen standen also perfekt und wie es manchmal mit perfekten Dingen im Leben so ist, war selbst der Wetterfrosch so gut drauf, das er gar nicht mehr von seiner Leiter kommen wollte J

Berlin mit dem Auto wollten wir uns nicht antun – sind zwar „nur“ knapp 500 km von uns aus aber irgendwie gibt es auf deutschen Autobahnen ja nur noch zwei Geschwindigkeiten, die man fahren kann – Schritttempo und Stautempo.
Da die Bahn gerade mal wieder eine Sonderaktion in Sachen Fahrkarten hatte, buchten wir uns 2 Plätze im ICE und hatten auch für die Anreise – im wahrsten Sinne des Wortes – die Weichen perfekt gestellt.

Einziger Wehrmutstropfen bei der ganzen Berlinplanung war, das Tina und ich getrennte Züge nehmen mussten. Tina musste vormittags musste noch ein bisschen Geld verdienen und ich musste zur Startnummernausgabe nach Berlin, die nur noch Samstags geöffnet war.

Tja – und dann war er da – der Tag X der Abreise…

Samstags morgens, so gegen 04.00 Uhr klingelte der Wecker und gab damit das unmissverständliche Zeichen zum aufrödeln…unter die Dusche hüpfen, in die Wäsche werfen, Tasche schnappen ( Die ich schon am Vortag gepackt hatte ) und ab gings in Richtung S-Bahn Hellerhof.
Wir bei uns auf dem Dorf – Baumberg – genießen den großen Vorteil, von P+R Parkplätzen umgeben zu sein und da bin ich dann auch hin, um meinen Wagen abzustellen. Dank meines unglauuuuuuuublich perfekten Zeitmanagements…. ( Jaja, auch ein blindes Huhn kriegt mal eine S-Bahn rechtzeitig ) musste ich dann auch nur 10 Minuten auf meine S-Bahn in Richtung D’dorf HBF warten. Dort musste ich dann umsteigen in den ICE nach Berlin.

Da ich noch ein wenig Zeit am D’dorf HBF hatte, bis der ICE kam, wollte ich mal ein wenig durch den Bahnhof schlawenzeln…also ganz ganz ehrlich….wenn ich eine Frau gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich sofort wieder auf den kalten und zügigen Bahnsteig zurück gegangen. Der Düsseldorfer HBF ist nun gefühlsmäßig wahrlich kein Hort der Sicherheit….viele Menschen, von denen die meisten grimmig drein schauten und wo man von den Gesprächsfetzen 0,0 verstand.
Auch der Bahnhofsvorplatz des Düsseldorfer HBF’s war um knapp 05.00 Uhr morgens eher voll aber das Publikum sah jetzt nicht so aus, als ob es zur Arbeit wollte….
Ich will damit auch niemanden auf die Füße treten aber es war einfach mein subjektives Gefühl und eins weiß ich ganz sicher – ich würde Tina nie alleine um diese Uhrzeit über den Bahnhof schicken wollen…

Wie auch immer – mein ICE kam dann so etwas von pünktlich an und ich konnte endlich wieder Fahrt in Richtung Berlin aufnehmen…perfekt J
Kleine Randnotiz zum fahren im ICE – ich fand die knapp 5 Stunden im Zoch sehr kurzweilig. Man wurde von den Stewardessen ( Heißen die so ???? ) umhüttelt und umtüttelt, man hatte bequeme Sitze, man hatte Beinfreiheit und man hatte WLAN – also alles Dinge die Man(n) toll findet J

Nach den besagten knapp 5 Stunden kam ich dann auch komplett tiefenentspannt in Berlin an. Obwohl es echt noch früh war, war der Hauptstadt Bahnhof nicht gerade leer. Der Berliner HBF erstreckt sich über mehrere Etagen und auf jeder Etage wuselten Menschen herum aber im Gegensatz zum Düsseldorfer HBF hatte ich hier nie das Gefühl gleich Opfer von irgendwas zu werden….

Der Berliner HBF ist - wie es sich für einen Hauptstadtbahnhof gehört - super ausgebaut, er liegt strategisch super zentral und unser Hotel sollte nur wenige Meter neben dem Bahnhof liegen…theoretisch stimmte dies auch aber praktisch saß meinem Navisystem wohl gerade der Schalk im virtuellen Nacken…das kleine elektronische Helferlein hätte mich nur 100 Meter geradeaus schicken müssen und einmal kurz und knackick um die Ecke und da wäre dann mein Hotel auch schon gewesen....aber das Ding schickte mich einmal Richtung Reichstag ( Der so etwas von entgegengesetzt von unserem Hotel lag ), nur um mich dann wieder zurück zum HBF zu lotsen...mein Navi war wohl der Meinung, das zusätzliches Lauftraining nie schaden kann ....

Der Fehler im System wurde überings dadurch begünstigt, das irgendjemand die Route nicht als Laufroute, sondern als Autoroute eingegeben hat...fand ich natürlich erst nach der "Tortour de Berlin" raus

Wir hatten uns im Vorfeld für das "Intercity Hotel" Berlin entschieden, da dieses bei Tripadvisor sehr gut weg kam und die Lage eben sehr zentral war.

Im Hotel ging das einchecken eigentlich relativ schnell und unkompliziert. Nach dem man seine persönliche Daten am Check in angegeben hatte, hätte man normalerweise den Zimmerschlüssel bekommen, wenn...man nicht zu früh dagewesen wäre. Check-in ist normalerweise erst um 14.00 Uhr und ich stand da halt schon um 10.00 Uhr auf der Matte.
Was ich aber einen tollen Service fand - nach dem einchecken konnte ich meine Taschen abgeben und die wurden dann in einem separaten Raum eingesperrt und so hatte ich die Hände leer - perfekt.

Nun stand meiner Startnummer nichts mehr im Wege. Ich ging den - nun sehr kurzen - weg zurück zum HBF und hatte da schon die nächste Ahhhh/Ohhhh Erfahrung - es ging im Doppeldeckerbus in Richtung Potsdamer Platz.
Nun bin ja schon 46 und bin noch niemals in einem Doppeldeckerbus gefahren. Ist jetzt nicht das Lebenshighlight das man auf seiner "Top 100 Lebens Do" Liste stehen hat aber....trotzdem war’s schön :-

In dem Bus habe ich noch keine Läufer gesehen aber an meinem Umsteigebahnhof "Potsdamer Platz" sah das schon etwas anders aus. Da kamen mir nämlich schon die ersten Läuferinnen und Läufer entgegen - unverkennbar an den bunten Sportoutfits.
Vom Potsdamer Platz ging’s dann mit der UBahn in Richtung Startnummernausgabe.



Was man den Berlinern da wirklich lassen muss – die Organisation war wirklich bombe. Die Haltestelle der Ubahn liegt max. 5 Minuten Fußweg von der Startnummernausgabe entfernt. Man muss sich auch nicht großartig orientieren, da man nur der seinem Herdentrieb folgen muss...der Strom der Läufer bewegt sich nämlich Schnurgerade zur Ausgabestelle.

Vor der Ausgabestelle wird dieser Menschenstrom dann kanalisiert - Besucher/Angehörige und Freunde wurden nach links geleitet und alle mit einem gültigen Startnummernnachweis wurden nach rechts ins Gebäude geleitet. In dem Gebäude kam man dann in eine Warteschlange.

Jeder der mal in einem größeren Freizeitpark wie Disney oder Phantasialand war, kennt das - man steht ja nie alleine vor einer Fahrattraktion, sondern es stehen immer mind. 500 Leute vor einem und 500 Leute nach einem in der Schlange. Und damit man auch weiß wie lange man noch warten muß, kommen alle paar Meter ein paar Schilder mit der Aufschrift "Ab hier noch 200 Minuten", "Ab hier noch 190 Minuten", usw.
So war’s auch bei der Startnummernausgabe - einziger Unterschied war, das man im schnellen Stechschritt bis zur Markierung "Ab hier noch 5 Minuten" durchmarschieren konnte. Kurz nach dieser Markierung kam eine Stelle, an der man ein grünes Zugangsbändchen um das Armgelenk gelegt bekam. Dieses Bändchen war die Zugangskontrolle zum späteren Startbereich.

Dahinter ging’s dann zu den einzelnen Schaltern, wo man seine Startnummer bekam. Die Jungs und Mädels nahmen ihren Job auch wirklich Ernst - nach dem man seine Abholbestätigung vorgelegt hatte, musste man auch noch seinen Personalausweis vorlegen. Und erst nach mehrmaligen vergleich zwischen Passbild und der Realität vorm Tresen, bekam man seine Startnummer Live und in Farbe ausgedruckt :-)

Man muss sich immer eins vor Augen halten - es sollten rund 40.000 Teilnehmer beim Halbmarathon sein und trotz dieser Masse an Menschen gab’s so gut wie keine Wartezeiten oder Stress. Wenn etwas gut läuft, fällt das ja selten auf aber ich konnte 2015 schon einige Erfahrungen mit nicht ganz so gut Organisierten Rennen machen - die nur einen Bruchteil dieser Teilnehmer hatten - und da hatte ich eben ganz gute Vergleichsmöglichkeiten.

Mit dieser Startnummernausgabe ging auch direkt eine messe einher, wo eine ganze Reihe renommierter Sportartikelhersteller ihre Waren anboten. Über das Grundsätzliche Preisniveau kann ich nichts sagen, da ich mich weder für die Waren interessierte, noch einen Bestpreis für die einzelnen Artikel im Kopf hatte. Mit meinem Shoppingverhalten war ich aber eher ein Unikat auf der Messe, da die einzelnen Stände Rappelsvoll waren....daran nicht unbeteiligt waren natürlich die Messeplaner. Nach der Startnummernausgabe kam man unweigerlich an der Stelle raus, wo die Messe anfing und von wo aus man den weitesten weg bis zum Ausgang hatte....wat nen Zufall.. :-)

Da ich noch Zeit hatte bis Tinas Zug einlief, wollte ich natürlich auch ein bisserl von der Stadt sehen...und für die Leute, die noch nicht in Berlin waren....ihr habt echt was verpasst. Berlin ist sone Obergeile Stadt.

Es ist eigentlich egal wo man sich gerade in Berlin befindet - durch das perfekte öffentliche Verkehrssystem kam man recht zügig an jede beliebige Stelle in Berlin.
Ich entschied mich, vom Potsdamerplatz aus zu starten und um dahin zu gelangen nahm ich die UBahn.

Wenn man am Potsdamer Platz raus kommt, liegen die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Perlen Auf einer Kette vor einem. Da ich hier keinen Reisebericht in Sachen Berlin draus machen wollte, umreiße ich meine Stationen nur mal ganz grob....

Zunächst ging ich zum Denkmal für die ermordeten Juden in Deutschland, danach ging’s zum Brandenburger Tor, von da aus zum Reichstag, von da aus immer schön an der Spree entlang in Richtung Siegessäule und von da aus über die Strasse des 17. Juli zurück in Richtung Bundeskanzleramt. Von da aus bin ich dann in Richtung Hotel gegangen und da konnte ich dann auch meinen Zimmerschlüssel in Empfang nehmen.

Das Zimmer war absolut OK und da ich noch ein paar Minuten Zeit hatte, bis Tina mit dem ICE aus Düsseldorf einlief, haute ich mich erst einmal aufs Bett.
Tina kam dann auch pünktlich wie ein Mauerer aus Düsseldorf mit dem ICE angerauscht.

Der nächste morgen kam schneller wie gedacht und so gegen 06.00 Uhr klingelte der Kollege Wecker. Mittlerweile hat man ja echt schon ein gewisses Maß an Routine - die Laufklamotten hatte ich schon abends zu recht gelegt, meine Powernahrung lag auch schon bereit und zum Schluss musste ich nur noch die ganze Technik anlegen, was mittlerweile eigentlich die meiste Zeit in Anspruch nahm.

Da war zum einen meine Pulsuhr und mein Pulsgurt, dann nahm ich noch meine GoPro mit und Schlussendlich noch Tinas Handy, um während des Laufs Bilder machen zu können. Ich glaube nicht, das der gute alte Emil Zátopek da damals so viel Plüng mit sich geschleppt hat - überhaupt....ich möchte nicht Wissen, was die Laufindustrie heute ein Geld mit den ganzen Klamotten verdient.
Um beim guten alten Emil Zátopek zu bleiben - der zog sich früher seine Baumwollsocken an, hüpfte in seine alten Turnschuhe, zog sich eine olle Sporthose an und darüber ein Leibchen und damit rannte der wie eine Lokomotive :-)
Ich trage Laufsocken von CEP, die gleichzeitig noch die Waren unterstützen, habe super tolle - sündhaft teuere - Laufschuhe mit toller Dämpfung, trage ein Stretch Shirt und darüber eine Laufshirt und natürlich nicht zu vergessen meine spezielle Lauftight....und macht mich das in irgendeiner Form schneller....wahrscheinlich eher nicht. Aber das ganze hat halt was von Gruppendynamik und auch will der Läufer von heute nicht aussehen wie der der Typ der nach 41,195 km in Marathon tot umfiel.

Wie auch immer - ich legte meine Laufrüstung an und wir gingen Richtung HBF. Dort erkannten wir sehr schnell, das wir umgeben warn von anderen bunten Gestalten...man konnte also davon ableiten, das wir prinzipiell erst einmal richtig waren.
Vom HBF ging’s dann in Richtung Alexanderplatz ( Berliner Alex ) und von da an war’s dann völlig egal ob man sich in Berlin auskannte oder nicht - man musste nur noch denn Menschenmassen folgen. Vom Bahnhof Alex bis zum Startbereich waren es vielleicht 10 Minuten Fußweg.
Der komplette Startbereich war eingezäunt und um in den inneren Bereich zu gelangen, musste man durch einen Security Check gehen. Ich glaube das sind die Nachwirkungen von Boston und von der allgemeinen Sicherheitslage auf der Welt.

Tja, und wenn man das hinter sich gebracht hatte, stand man mit vielen tausend anderen Läufern und Inlinern zusammen auf der Warteposition. Auch hier merkte man, das die Organisatoren so etwas nicht zum ersten mal gemacht haben. Selbst wenn man fragen gehabt hätte, die wurden im Vorfeld durch die Erklärungstafeln eigentlich alle geklärt.
Auch kam in aller Regelmäßigkeit durch die Boxen die Info, wer wann startete und wie der Ablaufplan für das Rennen war.

Mittlerweile gehöre ich zu den Läufern, die vor dem Rennen unbedingt noch einmal eine Toilette aufsuchen müssen und da trennt sich meiner Meinung nach bei den großen Laufwettbewerben die Spreu vom Weizen.
Ich habe es schon erlebt, das für mehrere tausend Läufer eine Handvoll Dixies aufgestellt waren und da standen die Jungs und Mädels noch bis kurz vor dem Start in ewigen Schlangen vor.
Berlin war da eine ruhmreiche und sehr positive Ausnahme - es gab zwar auch hier Schlangen vor dem Klo aber prinzipiell würde ich sagen, das man in Anbetracht der Läuferzahlen definitiv genügend Dixies aufgestellt hatte.

Anfänglich starteten die Inliner und lustigerweise kamen schon wieder die ersten Inliner ins Ziel, da war ich nicht gar nicht gestartet. Nach den Inlinern gingen die Handbiker an den Start und dann kamen die Halbmarathonis. Die Spitzenläufer starteten als erstes und nach dem alle anderen Starter durch waren, kam auch endlich mein Block dran.
Stimmungstechnisch hörte man das Adrenalin förmlich in de Luft knistern und es entlud sich bei vielen Läufern durch tanzen oder klatschen - das ist eigentlich immer der schönste Moment des Rennens....da ist man Teil einer tollen Gemeinschaft die alle Top drauf sind - das ist immer ganz ganz grosses Kino :-)

Ja, und bevor man sich versah, trabte man auch schon los. Ich wollte bei diesem lauf einen Feldversuch machen und möglichst viele tolle Eindrücke auf Fotos bannen. Auch wollte ich jede Live Band / Samba Band ablichten...was im nachhinein betrachtet mal eine ganz blöde Idee war.
Ich hielt nämlich für die Fotos während des Laufens immer kurz an. Bevor ich anhielt merkte ich mir, wer gerade so neben mir lief und nach dem Foto nahm ich dann meine Beine in die Hand, um meine verlorene Zeit wieder aufzuholen bzw. um auf "meine" Läufergruppe wieder aufzuschließen. Das war das perfekte Intervalltraining und für die ersten 10-12 km ging das auch ziemlich gut aber dann merkte ich ganz schnell, das diese Form des Laufens ganz schnell an die Substanz ging...

However - wir liefen durch das Brandenburger Tor...was ein Wahnsinns geiler Moment. Am Vortag war ich zwar im Zuge meiner Sightseeingtour schon einmal dadurch gewalkt aber zusammen mit tausenden von Läufern dadurch zu laufen - Hammer....Gänsehautfeeling pur. Von da aus ging’s dann in Richtung Siegessäule, wo uns auch schon die erste von gefühlten 100 Sambagruppen empfing. Auch standen fast dauerhaft Zuschauer links und rechts am Wegesrand und feuerten einen an - wieder...ganz großes Kino...super.
Der Halbmarathonkurs in Berlin ist eigentlich sehr flach und breit. Wenn es dann mal wirklich enger wurde, kamen sehr früh Schilder, die einem darauf aufmerksam machten.
Die Verpflegungsstände waren strategisch perfekt platziert und es gab so gar einen Stand, wo man sich mit Energie-Gels eindecken konnte ( Also wirklich richtig eindecken konnte ).

Wie ich eben schon beschrieben hatte, merkte ich nach 10-12 km schon ziemlich, das ich konditionell am Limit angekommen bin. Dieses "rasende Reporter Ding" werde ich in dieser Form nicht mehr machen oder warten, bis es mir konditionell nichts mehr ausmacht. Ich viel nämlich immer weiter nach hinten und meine geplante Zielzeit von 02:20:00 - X war wahrscheinlich dadurch ziemlich unrealistisch geworden....aber als ich 2015 mit dem laufen und den Wettkämpfen anfing, war es für mich echt wichtig, jeden lauf schneller zu beenden wie den vorherigen. Bei meinem letzten Venloop stand schon der Spaß im Vordergrund und jetzt, hier und heute in Berlin, war das wieder so.

Während ich also so im hinter Feld so dahin dümpelte, ist mir aber eins wieder mal wieder sehr positiv in Sachen Wettkämpfen aufgefallen ist - hier liefen alle Menschen mit, ob dick oder dünn, klein oder groß und ich glaube viele sind in Berlin angetreten, um sich einen Lebenstraum zu erfüllen - nämlich einem Halbmarathon zu laufen und zu beenden. Und was mir daran so gefällt, ist das man von den Zuschauern z.B. Kein lachen oder Schmähkritik hört, wenn mal ein etwas stämmigerer Läufer vorbei kam - alle wurden gleich bejubelt und angefeuert und ich hatte auch das Gefühl, das gerade das hintere Feld besonders angefeuert wurde.
Ich kann da ganz gut mitreden - vor nicht all zu langer Zeit brachte ich noch 184 kg auf die Waage und als ich mit dem laufen anfing, habe ich das nachts im dunkeln gemacht, da ich keinen Bock darauf hatte, das am Straßenrand jemand steht und sich über meine Laufversuche lustig macht...das wäre eher demotivierend gewesen.
Bei keiner Laufveranstaltung habe ich jemals so etwas mitbekommen und deswegen ist der Laufsport für mich der perfekte Sport - eine Gemeinschaft die jeden akzeptiert...ob motivierten Zeitläufer, normalen Volksläufer oder Lebenstraumerfüllungsläufer...nach dem Startschuss sind wir alle gleich !

Schaut euch bitte die Bilder in der Galerie an - ich bin an so vielen Sehenswürdigkeiten vorbei gerannt ( Und viele kannte ich noch nicht einmal ) das es hier den Umfang sprengen würde, die alle aufzuzählen.

Was ich aber bei dem Berliner Halbmarathon noch einmal ganz super deutlich hervor heben muss, ist die super super super Stimmung am Wegesrand und die ganzen Bands und Musikgruppen die rechts und links Motivationsschub lieferten.
Als wir auf dem Kuhdamm kamen, stand da sogar eine verdammte Kapelle....also so eine richtige Kapelle mit allem drum und drann....wahhhhhhnnnsinn

Der Zieleinlauf war dann am Ende genauso schön, wie der Start und jeder der über die Ziellinie ging, wurde persönlich mit Namen begrüßt. Auch dies ist ein echt cooler Moment, wenn man seinen Namen über die Lautsprecher hört...

Unmittelbar nach Zieleinlauf kam man zu den Damen, die die Medaillien verliehen und natürlich ging ich erst einmal schnurgerade zu diesen Damen hin, um mir meine Berlin-Medaille abzuholen.
Aber lieber Organisatoren - ganz ehrlich...ich laufe ja nicht für diese Medaille aber da hätte man sich schon etwas schöneres einfallen lassen können. Für einen lauf in der Landeshauptstadt war die Medaille eher etwas mikrick und einfallslos....das wäre bei der Startgebühr doch wahrscheinlich mehr dringewesen, oder :-)
Aber hey - alles in alles war es ein toller lauf mit toller Stimmung und ich bin mir sicher, das war nicht das letzte mal, das ich in Berlin gelaufen bin....vielleicht kehre ich 2016 zum Marathon zurück...ich werde Berichten.

Ich hoffe euch hat der kleine Bericht gefallen und ich würde mich über Feedback sehr freuen :-)

Gruß

Frank


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